Petite Messe solennelle am 26. September 2021 in der Pauluskirche

So Gott will und wir leben, bringen wir am Sonntag, 26. September 2021 in der Pauluskirche die "Petite Messe solennelle" von Giachino Rossini zur Aufführung. Sie gilt als das bedeutendste Werk der letzten Arbeitsphase Rossinis und als eine seiner wichtigsten geistlichen Kompositionen.

Die Petite Messe solennelle entstand im Jahr 1863 in Passy, wo Rossini die letzten Jahrzehnte seines Lebens verbrachte. Es handelt sich um eine Auftragskomposition für den Grafen Alexis Pillet-Will und dessen Frau Louise Pillet-Will, der das Werk gewidmet ist. Die Uraufführung fand am 14. März 1864 zur Einweihung der Privatkapelle des gräflichen Paares in Paris statt. Die erste öffentliche Aufführung folgte tags darauf im Pariser Théâtre-Italien und wurde ein grosser Erfolg.

Die Messe steht ihren äusseren Ausmassen und auch dem Namen nach in der Tradition der Missa solemnis, wurde aber dennoch vom Komponisten mit dem Attribut petite („klein“) bedacht. Rossini schreibt dazu in einer ironischen Widmung: „Lieber Gott. Hier ist sie, die arme kleine Messe. Habe ich nun wirklich heilige Musik (musique sacrée) gemacht, oder doch vermaledeite Musik (sacrée musique)? Ich bin für die Opera buffa geboren. Du weisst es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“

Die ungewöhnliche Besetzung der Messe für Singstimmen, Klavier und Harmonium steht in der neapolitanischen Cembalo-Tradition des 18. Jahrhunderts und bietet Gewähr für ein besonderes Konzerterlebnis. Sie sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Sie!